Lawinenlagebericht vom Samstag, den 21.04.2018, um 7:30 Uhr

Gefahrenstufenkarte Vormittag

WAS? - Problem

Nassschnee

Nassschnee

WO? - Gefahrenstellen

Gefahrenstellen oberhalb von m Problem Vormittag Expositionen

Erwärmung, Strahlung

Gefahrenstufenkarte Nachmittag

WAS? - Problem

Gleitschnee

Gleitschnee

WO? - Gefahrenstellen

Gefahrenstellen oberhalb von m Problem 2 Expositionen

Durchfeuchtung

Tendenz

für morgen

Tendenz

Gleichbleibend

Allg. Stufe

Tirol

Allgemeine Stufe
R1 Arlberg Außerfern
R2 Westliche Nordalpen
R3 Östliche Nordalpen
R4 Silvretta - Samnaun
R5 Nördl. Ötztaler & Stubaier Alpen
R6 Tuxer Alpen
R7 Kitzbüheler Alpen
R8 Südl. Ötztaler & Stubaier Alpen
R9   Zillertaler Alpen
R10 Osttiroler Tauern
R11 Zentral-Osttirol
R12 Südliches Osttirol
1
gering
2
mäßig
3
erheblich
4
groß
5
sehr groß
© LWD Tirol | IfGR UNI Wien | DVT

WARUM? - Gefahrenmuster (gm):

gm.10 - Frühjahrssituation
gm.2 - Gleitschnee

Am Morgen günstige Tourenverhältnisse, dann rascher tageszeitlicher Anstieg der Lawinengefahr

Beurteilung der Lawinengefahr

Die Lawinengefahr unterliegt einem starken Tagesgang: jetzt in den Morgenstunden ist sie gering und steigt schon am Vormittag rasch auf mäßig an. Unterhalb etwa 2200m kann sie auch erheblich werden. Die Hauptgefahr geht dabei unverändert von Nassschnee- und von Gleitschneelawinen aus. Das betrifft sonnseitige Hänge unterhalb etwa 3000m, schattseitige unterhalb etwa 2400m. Wegen der immer noch großen Schneehöhen in diesem Winter können ausgelöste Lawinen vereinzelt gefährlich groß werden. Skitouren und Variantenfahrten sollten deswegen unbedingt rechtzeitig beendet werden.

Schneesituation

Schneedeckenaufbau

Die Schneedecke ist sonnseitig bis über 3000m, schattseitig bis über 2400m hinauf schon weitgehend durchfeuchtet. In einer klaren Nacht konnte die Schneedecke entsprechend ausstrahlen. Dadurch hat sich an der Oberfläche ein tragfähiger Harschdeckel gebildet. Unterhalb etwa 2000m ist dieser Prozess wegen der milden Temperaturen weniger ausgeprägt. Im Tagesverlauf sorgen stark steigende Temperaturen und kräftige Sonneneinstrahlung für einen raschen Festigkeitsverlust der Schneedecke.

Alpinwetterbericht der ZAMG-Wetterdienststelle Innsbruck

Wetterlage: Das Hoch über Mitteleuropa sorgt für frühsommerliche und sonnige Verhältnisse, es schwächt sich aber schon ab. Am Montag zieht in der zweiten Tageshälfte eine Störung durch, die aber nur wenig abkühlt. Dahinter folgt eine milde Westströmung. Bergwetter heute: Sehr gutes und warmes Wetter für alle Unternehmungen. Nachmittags bilden sich allerdings ein paar Haufenwolken. Am späten Nachmittag oder abends kann sich vereinzelt daraus ein kleines Gewitter bilden, zumeist bleiben die Wolken aber harmlos. Temperatur in 2000m: von 9 auf 14 oder 15 Grad. Temperatur in 3000m: 2 bis 6 Grad. Höhenwind: schwach aus wechselnden Richtungen, lokale Thermik.

Tendenz

Unverändert tageszeitlicher Anstieg der Lawinengefahr.

[Autor: Rudi Mair]