Lawinenlagebericht vom Dienstag, den 12.12.2017, um 7:30 Uhr

WAS?

Problem

WO?

Gefahrenstellen

Triebschnee

Triebschnee

Gefahrenstellen oberhalb von 1600m Problem 1 Expositionen

frisch, störanfällig

Gleitschnee

Gleitschnee

Gefahrenstellen oberhalb von m Problem 2 Expositionen

auf steilen Grashängen

Allgemeine Stufe

Tirol

Allgemeine Stufe

Tendenz

für morgen

Tendenz

Gleichbleibend

R1 Arlberg Außerfern
R2 Westliche Nordalpen
R3 Östliche Nordalpen
R4 Silvretta - Samnaun
R5 Nördl. Ötztaler & Stubaier Alpen
R6 Tuxer Alpen
R7 Kitzbüheler Alpen
R8 Südl. Ötztaler & Stubaier Alpen
R9   Zillertaler Alpen
R10 Osttiroler Tauern
R11 Zentral-Osttirol
R12 Südliches Osttirol
1
gering
2
mäßig
3
erheblich
4
groß
5
sehr groß
© LWD Tirol | IfGR UNI Wien | DVT

WARUM? - Gefahrenmuster (gm):

gm.6 - lockerer Schnee und Wind
gm.2 - Gleitschnee

Entlang des Alpenhauptkammes gebietsweise große Lawinengefahr

Beurteilung der Lawinengefahr

Ergiebige Neuschneefälle, kombiniert mit stürmischen Winden, haben zu einem Anstieg der Lawinengefahr geführt. Diese ist entlang des Alpenhauptkammes gebietsweise groß, in den übrigen Regionen verbreitet erheblich. Die Hauptgefahr geht dabei von frischen, aber auch älteren Triebschneeansammlungen aus. Diese sind mit der Unterlage nur schlecht verbunden und können schon bei geringer Zusatzbelastung als Lawine ausgelöst werden. Es ist zudem mit Selbstauslösungen von Lockerschnee- und Schneebrettlawinen zu rechnen, die vereinzelt auch exponierte Verkehrswege gefährden können. Unterhalb 2400m ist auf Selbstauslösungen von Gleitschnee- und Nassschneelawinen zu achten. Mit der einsetzenden Abkühlung nimmt die Gefahr durch Nassschneelawinen langsam ab.

Schneesituation

Schneedeckenaufbau

In den vergangenen 24 Stunden gab es entlang des Ötztaler, Stubaier und Zillertaler Hauptkammes 50 bis 75cm Neuschneezuwachs, am Tauernkamm und in Osttirol waren es 30 bis 50cm. Weiter im Norden waren es meist 10 bis 20cm, im Unterland eher weniger. Die Schneefallgrenze sank von weit über 2000m auf 1500 bis 1000m. Begleitet waren die Schneefälle von stürmischen Winden aus südlichen Richtungen, so dass es zu umfangreichen Verfrachtungen kam. Frische und ältere Triebschneeansammlungen lagern häufig auf einer aufbauend umgewandelten und damit lockeren Altschneeoberfläche. Damit ist die Störanfälligkeit entsprechend hoch.

Alpinwetterbericht der ZAMG-Wetterdienststelle Innsbruck

Wetterlage: Hinter einer Kaltfront fließt heute feucht-kalte Polarluft nach Tirol. Bergwetter heute: Wolken und Nebel überwiegen, die Sicht ist entsprechend eingeschränkt. Dazu schneit es immer wieder leicht bis mäßig. Ein paar Auflockerungen sind im Alpenvorland und rund um das Inntal auch dabei. Im Süden haben die Niederschläge deutlich nachgelassen. Tagsüber schneit es noch zeitweise leicht. Die Schneefallgrenze sinkt gegen 1300 Meter. Temperatur in 2000m: -8 Grad. Temperatur in 3000m: -9 Grad. Höhenwind: Mäßiger bis starker Wind aus Südwest bis Süd.

Tendenz

Nur langsamer Rückgang der Lawinengefahr.

[Autor: Rudi Mair]