Lawinenlagebericht vom Freitag, den 23.02.2018, um 7:30 Uhr

WAS?

Problem

WO?

Gefahrenstellen

Triebschnee

Triebschnee

Gefahrenstellen oberhalb von 2200m Problem 1 Expositionen

frisch, störanfällig

Altschnee

Altschnee

Gefahrenstellen oberhalb von 2200m Problem 2 Expositionen

kantig unter Krusten

Allgemeine Stufe

Tirol

Allgemeine Stufe

Tendenz

für morgen

Tendenz

Gleichbleibend

R1 Arlberg Außerfern
R2 Westliche Nordalpen
R3 Östliche Nordalpen
R4 Silvretta - Samnaun
R5 Nördl. Ötztaler & Stubaier Alpen
R6 Tuxer Alpen
R7 Kitzbüheler Alpen
R8 Südl. Ötztaler & Stubaier Alpen
R9   Zillertaler Alpen
R10 Osttiroler Tauern
R11 Zentral-Osttirol
R12 Südliches Osttirol
1
gering
2
mäßig
3
erheblich
4
groß
5
sehr groß
© LWD Tirol | IfGR UNI Wien | DVT

WARUM? - Gefahrenmuster (gm):

gm.6 - lockerer Schnee und Wind
gm.8 - eingeschneiter Oberflächenreif
gm.4 - kalt auf warm / warm auf kalt

Verbreitet mäßige, gebietsweise erhebliche Lawinengefahr

Beurteilung der Lawinengefahr

Die Lawinengefahr in Tirol ist verbreitet mäßig, im Westen und entlang des Alpenhauptkammes aber immer noch erheblich. Die Hauptgefahr bilden frische und ältere Triebschneeansammlungen. Diese sind zwar meist eher klein, können zum Teil aber schon bei geringer Zusatzbelastung als Lawine ausgelöst werden. Gefahrenstellen liegen in steilen Hängen und Kammlagen oberhalb etwa 2200m, bevorzugt in den Expositionen von Ost über Süd bis West. Da die Gefahrenstellen häufig von etwas lockerem Schnee überdeckt sind, können sie im Gelände nur schwer erkannt werden. Unterhalb etwa 2200m ist weiterhin auf einzelne Selbstauslösungen von Gleitschneelawinen zu achten.

Schneesituation

Schneedeckenaufbau

Die Altschneedecke ist gut gesetzt und stabil. Alle Lawinenauslösungen in letzter Zeit betrafen die oberen Schneeschichten. Frische und ältere Triebschneeansammlungen lagern häufig auf kantig aufgebauten Schwachschichten oder Oberflächenreif. Dementsprechend ist die Störanfälligkeit von Triebschneepaketen recht hoch. Der Schneedeckenaufbau ist allgemein in sonnseitigen Hängen ungünstiger als in Schattseiten. Der Grund: hier findet man unter härteren Krusten dünne Schichten aus aufbauend umgewandelten, lockeren Schneekristallen. Das betrifft vor allem Bereiche oberhalb etwa 2200m.

Alpinwetterbericht der ZAMG-Wetterdienststelle Innsbruck

Wetterlage: Eine Tiefdruckrinne reicht von Russland bis nach Italien, ein Hoch liegt über der Nordsee. Das führt im Alpenraum zu einer Ostströmung, die vorübergehend trockener und milder wird. Ab Sonntag dringt aber arktische Kälte ein. Bergwetter heute: Auf der Alpennordseite über etwa 1800 bis 2000m ziehen vor allem vormittags noch stärkere Wolkenfelder durch, die Sonne setzt sich aber immer mehr durch. Der Hangnebel in mittleren Höhenlagen bildet sich ebenfalls zurück, am Nachmittag dürfte es somit generell recht sonnig sein. In den Bergen Osttirols und Südtirols ist es hingegen trüb und es schneit zeitweise leicht. Es kommt zu einer Frostmilderung in der Höhe. Temperatur in 2000m: -8 bis -4 Grad, Temperatur in 3000m: -12 bis -7 Grad, Höhenwind: mäßig bis lebhaft aus Südost.

Tendenz

Keine wesentliche Änderung der Lawinensituation.

[Autor: Rudi Mair]